Jackson - Yellowstone, 711miles / 1145km

Jackson - Yellowstone

Vernal - Jackson  gesammte Reiseroute  Yellowstone - Boise

Unsere Erlebnisse auf diesem Streckenabschnitt:

Vom Montag 31 Mai bis zum Dienstag 8. Juni 2010

 

Kilometer mässig und auf direktem Weg ist es einer unserer kürzeren Etappen, aber bis jetzt eine der schönsten. Wie schon in der vorherigen Etappe beschrieben mussten wir uns wettermässig etwas umstellen. Aber wie sagt man so schön: es gibt kein schlechtes Wetter, sondern nur schlechte Kleidung.

Genau nach diesem Motto besuchten wir am 31. Mai zum ersten Mal den Grand Teton National Park. Die Wetteraussichten sagten trockenes Wetter voraus und so machten wir uns auf den Weg. Visitor Center, Junior Ranger, kleiner Hike, Sandwiches und viele Aussichtspunkte. Am Abend dann das grosse Highlite für Florian und uns alle. Wir haben die ersten Bisons (Büffel gibt es nur in Afrika und Asien) gesehen. Die darauffolgende Nacht verbrachten wir dann nochmals in Jackson, bevor es dann für zwei Nächte in den National Park ging. Durch das etwas schlechtere Wetter, und die tiefen Temperaturen waren die Campingplätze nie voll und wir konnten uns spontan entscheiden wo wir die Nächte verbringen wollten. Naja, einige waren auch noch geschlossen, da sie einfach zu hoch gelegen sind. Die Temperaturen sinken in beiden Parks halt doch noch bis knapp unter Null in der Nacht. Aber man muss auch bedenken, dass das gesammte Gebiet über 2000 Meter liegt, vieles sogar über 2300 Meter. Den Kindern macht das nichts aus, und wir haben ja zum Glück vorgesorgt und genügend warme Kleider mitgenommen. Wenn wir in den Parks übernachten, kommt uns auch entgegen, dass es keine Duschen hat. Dreck soll ja auch ein bisschen isolieren…

 

Im Grand Teton National Park haben wir viele verschiedene Tiere gesehen. Wapiti, Bison, Biber, Riverotter, Osprey, Gabelbock und Weisskopfseeadler. Die bekannte und namensgebende Bergkette haben wir aber nie gesehen, da sie immer in den Wolken war. Die Bilder aber im Visitor Center oder auf der Homepage sind schon eindrücklich.

 

Nach drei Tagen Grand Teton National Park ging es dann endlich weiter in den Yellowstone National Park. Claudia und ich haben ihn beim letzten Mal mit Schnee gesehen und diesmal wäre uns fast dasselbe wieder passiert. Der Yellowstone Lake mit einer richtigen Eisdecke die am Aufbrechen war und ein paar Schneeflecken waren aber alles. Dies reichte jedoch schon um die Fantasie unserer Kinder anzukurbeln. Sie freuen sich schon darauf, dass sie wenn wir wieder zu Hause sind Skifahren können. Die haben hier einfach keine Lifte gebaut… Jeder neu entdeckte Schneefleck wurde begeistert begrüsst.

 

Gleich am ersten Abend hatten wir ein riesen Schwein, nein eigentlich war es ein Bär. Wir haben einen Grizzly entdeckt. Zu dieser Jahreszeit findet man sie nahe bei der Strasse, da sie eben erst aus dem Winterschlaf erwacht sind. Später im Jahr sind es dann vor allem die Schwarzbären die man an der Strasse zu sehen bekommt. Wir waren so nah und hatten soviel Zeit, dass ihn alle ausser Romina sehen konnten. An diesem Abend waren Tobias, Ronja und Florian kleine Grizzlys die sich schlafen legten.

Die Nächte vom 4. und 5. Juni haben wir dann in West Yellowstone verbracht, da wir wieder Strom, Internet und die Kinder auch Duschen brauchten. Danach folgten wieder drei Nächte im National Park. Wir haben also alles in allem in den beiden Parks 9 Tage verbracht und es hat sich gelohnt. Dadurch, dass wir die Sonne vor allem in flüssiger Form zu sehen bekamen, waren die Tiere den ganzen Tag sichtbar und haben sich auch bewegt. Wir haben viele Bisons gesehen, von nah und fern. Sie haben zurzeit viele Junge bei sich. Auf dem zweiten Campingplatz (Norris) haben wir drei Nächte verbracht. Wir haben da immer Bisons gesehen. Ein grosses Männchen lief immer wieder durch den Camping, teils so nah, dass sogar unsere Kinder ihr Spiel unterbrechen mussten. Immerhin werden alljährlich mehr Menschen im Park von Bisons angegriffen als von Bären.

 

Neben all den Tieren haben wir natürlich auch viele Geysire (Webcam vom Old Faithful Geyser Live), hot Pools, hot Springs, mud Pools gesehen. Wir haben einen Pass auf 2700 Metern und mit Wald überquert und wir haben verschiedene andere geologische Phänomene gesehen.

Für die Kinder waren aber vor allem die Tiere interessant. Tobias ist aber doch schon alt genug um viele der anderen Dinge zu begreifen und zu erfragen. Dabei helfen uns auch die Junior Ranger Programme die sie natürlich auch da wieder gemacht haben.

 

Hier findest du die aktualisierten Fotos unserer Reise.

Üsi grossi Reis